Donnerstag, 9. März 2017

Zum Sonnenuntergang auf der Elbphilharmonie


Es zieht mich immer wieder zurück in meine alte Heimat Hamburg. Freunde besuchen, alte liebgewonnene Wege gehen. Schauen was sich verändert hat, zum Guten und zum Schlechten. Was in Altona rund um den nicht mehr neuen IKEA passiert, wie das Schulterblatt sich immer weiter entfernt von dem wie es mal war, neue Kneipen, alte Lieblingsorte. Die Elbe, die Fähren, der Hafen. 


Diesmal war ich nur kurz zu Besuch. Und da sich das Wetter auch nicht so professionell mir gegenüber verhalten hat, habe ich nicht viele Fotos gemacht. Außerdem finde ich es auch schwierig Orte zu fotografieren, die einem total bekannt sind. Ich glaub auf Eimsbüttel und Umgebung habe ich ein bisschen die Außenwahrnehmung verloren. Darum konzentriere ich mich hier heute einfach mal auf das neuste touristische Highlight der Hansestadt: Die Elbphilharmonie. 


Viel zu schreiben gibt es da ansich gar nicht. Ich war "nur" auf der Aussichtsplattform auf dem alten Speicher, nicht in der eigentlichen Elbphilharmonie. Da ich den kompletten Bau mitverfolgt habe, die ersten Spatenstiche sogar aus einem Bürofenster mitverfolgen konnte, fand ich es sehr spannend jetzt das fertige Gebäude zu betreten.


Nachdem ich aus Hamburg wegzog, wurde ich im Süden immer darauf angesprochen, wann dieses Bauwerk denn mal fertig werde. Jetzt ist es fertig und die Menschenscharen bahnen sich ihre Wege durch Speicherstatt und Hafen City um einen Blick von der Plaza auf die Stadt und die Elbe werfen zu können. So wie ich auch. Ich hatte für mich und meine Freunde Plaza Tickets im Internet für 2 Euro pro Person für den Zeitslot zum Sonnenuntergang vorgebucht. Vor Ort muss man nichts zahlen um auf die Plaza zu kommen, manchmal kommt man jedoch nicht hoch wenn es zu voll ist oder muss recht lange warten.



Rolltreppe rauf, die wie ich finde auf Fotos eindrücklicher wirkt als wenn man auf ihr steht. Oben angekommen gibt es durch eine Glasscheibe einen ersten Vorgeschmack auf die Aussicht. Noch eine kleinere Rolltreppe weiter hoch, ein paar Treppenstufen und dann geht es durch die wellenförmige Glastürenkonstruktion raus auf die Plaza. Und da ich jegliche Aussicht auf Hamburg mag, mag ich auch diesen von hier oben.


Auf dem alten Kaispeicher, dem Sockel der Elbphilharmonie, ist es möglich einmal komplett außen herum zu laufen. Mit tollen neuen Ansichten der Stadt mit ihren vielen Kirchtürmen, dem Fernsehturm, der Hafen City, den tanzeden Türmen auf St. Pauli und natürlich immer auf die Elbe.


Wir waren wegen des Sonnenuntergangs dort. Und obwohl es den Tag über trüb war, kam tatsächlich die Sonne hinter einer Wolke hervor. Ein sehr schöner Moment.


Fazit: Ein schöner, neuer Aussichtspunkt. Ein echtes Wahrzeichen. Und vielleicht schaffe ich es ja auch mal rein und zu einem Konzert. Ich werde wieder kommen, das steht fest.

Mittwoch, 8. März 2017

Neue Wege gehen - Meine neue Heimat Esslingen am Neckar

Nachdem ich von der Alb in Richtung Stuttgart gezogen bin, habe ich es verpasst hier mal etwas meine neue Heimat zu präsentieren. Dabei ist es doch so schön hier! Ich lebe jetzt zwar nicht mehr mit Blick auf den Albtauf, dafür direkt zwischen Neckar und Weinberg. Gut, ein paar Straßen, eine Bahnlinie und ein riesiges Daimlerwerk liegen auch noch in meiner Nachbarschaft. Aber dafür auch eine S-Bahnstation. Das bedeutet für mich zwar weniger Natur, aber dafür mehr Leben. Input, Inspiration, Urbanität. Mein neues zu Hause ist die wunderschöne Stadt Esslingen am Neckar und in ein paar Minuten bin ich in Stuttgart. Und jetzt zeige ich euch wie es bei mir aussieht.


Ein bisschen Spätsommer habe ich noch mitbekommen als ich hier her gezogen bin. Sattes Grün, pralle Trauben, herrliche Lichtspiele. Der Neckar ist zwar wirklich nicht mein Lieblingsfluss, aber es ist schön mal wieder eine Wasserfläche in Laufweite zu haben. Besonders wenn sich die Sonne im Wasser spiegelt ist es doch immer ganz schön ein bisschen am Fluss sitzen zu können.


Und die Weinberge! Ein Träumchen. Schön zum draufschauen und zum durchlaufen. Ob gekleidet in sommergrün oder herbstbunt. Am allertollsten sind Weinberge natürlich besonders deswegen, weil dort Wein angebaut wird. Und den kann man direkt vor Ort auch vorzüglich genießen. Ich bin bekannter Weise ja eine große Picknick Freundin. Und das geht wunderbar im Weinberg mit einer Flasche heimischen Wein, ein bisschen Käse und ein paar Weinträubchen.


Esslingen ist eine sehr schöne Stadt mit vielen schönen Fachwerkhäusern, pittoresken Gassen und freundlichen Plätzen die zum Verweilen einladen. Esslingen werde ich auf jeden Fall noch mal genauervorstelen, denn ich freu mich immer noch sehr die Entscheidung getroffen zu haben, hier her zu ziehen!


Und dann kam langsam der Herbst nach Esslingen. Leider ein verregneter, dunkler Herbst, aber ein paar Spaziergänge waren dennoch möglich. Die Weinblätter wurden orange, rot, gelb ich konnte die Weinlese direkt aus meinem Küchenfenster beobachten. Die kleinen Trecker tuckerten durch die Rebstöcke, die Arbeiter waren nahezu rund um die Uhr mit der manuellen Lese beschäftigt und immer mehr Träubchen wanderten von Tag zu Tag in die unzähligen Weinlese-Eimer. 


Lieblingsorte habe ich inzwischen auch für mich entdeckt. Die Grabkapelle auf dem Rotenberg habe ich zum Beispiel ziemlich ins Herz geschlossen. Und zwar nicht die Kapelle als Aussichtspunkt, sondern den Blick von drumherum auf den Rotenberg. Ich habe noch nicht alle möglichen Perspektiven ausgetestet, aber die die ich kenne gefallen mir alle extrem gut. Besonders schön finde ich aktuell den Blick von Rüdern rüber auf die Grabkapelle. Überhaupt ist die Aussicht in und um Rüdern, oberhalb vom Neckartal gelegen, der helle Wahnsinn. Bis zur Alb reicht er, auf der anderen Seite rüber zum Fernsehturm in Stuttgart und auf den Monte Scherbelino. Mein Liebster Punkt ist der Katharinenturm bei der Katharinenlinde. Was kann man dort im Biergarten herrlich sitzen und die Aussicht genießen. Und das sogar schon im Februar!


Gerade jetzt im Winter war die Aussicht vom Katharinenturm bis hin zum Albtrauf oft sehr schön. Klare Luft, weiter Blick. Und für mich als Neu-Esslingerin ist auch der einfache Blick rüber zum Stuttgarter Fernsehturm jedes mal aufs Neue wieder eine große Freude. Ich mag den Turm einfach!


Vorerst war es das von meiner Seite. Ich warte jetzt daruf, dass es frühlingshafter und grüner wird. Langsam reicht es mit Kälte und Dunkelheit. Also: Hallo März! Hallo Frühling!

Montag, 27. Februar 2017

Der Chinesische Garten in Stuttgart - Kleinod mit Ausblick

Dieses Wochenende habe ich den Chinesischen Garten in Stuttgart besucht. An der Ecke Panoramastraße/Birkenwaldstraße liegt dieses schöne Kleinod. Auf wirklich kleinem Raum bewirkt die chinesiche Gartenkunst wahre Raumwunder. Es gibt erstaunlich viele Wege und Blickwinkel, die den Garten größer erscheinen lassen als er tatsächlich ist. Insbesondere der Ausblick auf Stuttgart trägt seinen Teil dazu bei.


1993 stand der Garten im Rahmen der Internationalen Gartenbauaustellung als einer von vielen Nationengärten im Rosensteinpark. Schon dort war er ein wahrer Besuchermagnet.


Leider konnten die Gärten nicht dauerhaft im Rosensteinpark bleiben. Der Chinesische Garten mit dem Namen Qingyin (der Garten der schönen Melodie) war jedoch so beliebt, dass extra der Verein Chinagarten Stuttgart e.V. gegründet wurde, um den Garten auch für die Zeit nach der Gartenbauaustellung zu erhalten.


Mit der Hilfe von Spenden, Sponsoren und der Stadt Stuttgart wurde der Wiederaufbau an anderer Stelle möglich gemacht. Das Gartenbauamt stellte den jetzigen Standort zur Verfügung. 


Seit 1996 ist die Gartenanlage wieder für Besucher an der Panoramastraße zugänglich. Im Jahr 2007 übernahm der Verschönerungsverein Stuttgart e.V. den Chinesischen Garten und renovierte die Halle der Freundschaft und den Pavillon der acht Himmelsrichtungen.


Ich habe den Garten Ende Februar besucht, trotz kahler Bäume fand ich es wunderschön dort. Der Bambus leuchtete grün in der Sonne und dank der vielen Gräser war trotz Winter eine herrliche Stimmung.


Ich freue mich auf einen weiteren Besuch im Frühling oder spätestens im Sommer diesen Jahres. Und bis dahin werde ich bestimmt noch den ein oder anderen schönen Aussichtspunkt in Stuttgart für mich entdecken.

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